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Fousa Die Schule im Dorf Ulu in Kenia wurde eröffnet. Dr. Daniel Meyer berichtet davon: Am 12. Dezember 2008 war es endlich soweit: Die Tumaini Secondary School wurde offiziell eröffnet! Es war für uns alle ein großartiges und unvergessliches Ereignis und ich möchte Euch im folgenden Bericht an unseren vielen wundervollen Erlebnissen dieses Tages teilhaben lassen: Zum Bericht Zu den Fotos der Schule und Einweihungsfeier |
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| Schulprojekt in
Kenia Am Freitag, den 14. November 2008, kam der Arzt Dr. Daniel Meyer, Initiator des Schulbau-Projektes in dem Dorf Ulu in Kenia, zu uns in die Schule. Herr Meyer war extra aus der Schweiz angereist um vor den Schulkindern vom Schulbau zu berichten. Die Klasse 2c hatte beim Jubiläumsfest der Grundschule Luthe im September Geld für dieses Projekt gesammelt. Am Ende des Festes waren mehr als 410 in den Sammelbüchsen. Daniel Meyer erzählte anschaulich mit vielen Bildern vom Leben in Ulu, seiner medizinischen Arbeit dort und seinem Ziel, den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. |
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Die Kinder
sollen einmal einen Beruf erlernen können und dann ihren Geschwistern,
ihren eigenen Kindern und ihrer ganzen Familie genug Essen, Kleidung, Medizin-
und den Besuch der Schule bezahlen können. Wenn man in Kenia eine eigene Schule baut, dann sorgt die Regierung für die Lehrer und bezahlt diese auch. Und man braucht auch gar nicht so viel Geld wie bei uns für solch einen Bau. Anders als bei uns sind die Schulen in Kenia Internatsschulen. Die Kinder kommen von weit her, wohnen in der Schule und schlafen in Etagenbetten in einem einzigen Saal. Man braucht also neben Klassenräumen auch Schlafsäle, eine Küche, Toiletten und Waschräume. All das zusammen kostet dort nicht mehr als bei uns ein neues Auto. |
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| Auch der Schulelternrat hat 410 vom Erlös des Schulfestes für den Schulbau gespenden. | |||||
Eine Woche vor der Schuleröffnung kam ich von Zuhause aus der Schweiz im Dorf Ulu an. Wir fuhren bei der Ankunft natürlich gleich zum Schulgelände und ich hatte Herzklopfen bei der Vorstellung, nun endlich live unsere Schule zu sehen die Schule, für deren Bau wir alle zusammen fast zwei Jahre lang hart gearbeitet haben. Wir hier in Europa beim Sammeln der Spenden, Suchen nach Sponsoren, Werben für Unterstützung und wir hier in Kenia beim Beackern und Bepflanzen des Schulgeländes, Brennen der Ziegelsteine, beim Mauern der Klassenzimmer und Zimmern der Dachgiebel. So hat jeder mit seinen Möglichkeiten dazu beigetragen, unseren Traum einer Schule wahr werden zu lassen. Als wir das Schulgelände erreichten, begriff ich schnell, dass meine Vorstellungen und Erwartungen weit übertroffen wurden! Die Klassenräume waren wunderschön und einfach perfekt! Die Anordnung der fertigen und noch geplanten Gebäude war genial durchdacht, das ganze Gelände mit viel Liebe und Sorgfalt geebnet und bepflanzt und so ordentlich gepflegt. Ganz anders als die für unsere Verhältnisse doch oft chaotischen Zustände, die man hier sonst gewohnt ist. Schon jetzt war ich überwältigt von dem, was hier geleistet worden war. Und als Martin, unser Direktor von FOUSA, mir dann berichtete, mit welchem Eifer und Einsatz nun auch die Planungen für die Schuleinweihung stattfanden, war mir klar, dass der 12. Dezember ein großartiger und unvergesslicher Tag werden wird. In den folgenden Tagen haben wir dann gemeinsam die letzten Vorbereitungen für dieses Fest, an welchem 400 Gäste erwartet wurden, getroffen. Zelte und Stände wurden aufgestellt, Säckeweise Reis und Gemüse auf dem Markt besorgt und zwei Ziegen vom Dorf für das Festmahl beigesteuert. Zur Feier des Tages spendierte ich für die Gäste je eine Flasche Cola die Dorfbewohner lieben Cola! Von Fern konnte man die Kinder hören. Für den Festtag proben sie. Tuiname, tuinue, tumaini! sangen sie: wir verbeugen uns vor dir, wir erheben dich empor, unsere Tumaini Schule! Am Morgen des 12. Dezember war alles perfekt.
Es fielen Sätze wie: Dieses Projekt konnte nur verwirklicht werden, weil hier eine Freundschaft zwischen Schwarzen und Weißen existiert, die ohne Lüge ist, oder: Wir haben noch nie einen so durchdachtes Projekt mit so professionell und perfekt gefertigten Gebäuden gesehen, bei deren Bau keine Weißen dabei waren. Diese Worte zeigten mir wieder einmal mehr welch großes Glück wir mit unseren Helfern vor Ort haben! Sie erzählten weiter, dass 50 km entfernt eine Schule gebaut worden war, welche durch eine Spende von 200.000 Dollar von Venus Williams finanziert wurde. Auch bei dieser Schule hätten nur Einheimische mitgewirkt. Doch sie sei nicht halb so groß geschweige denn halb so schön wie unsere Schule, die nur ein Zehntel dieser Summe gekostet hat. Ja, wir alle waren stolz auf das, was wir geleistet haben und das Lob dieser hochrangigen Politiker war für alle Helfer eine ganz besondere Ehre! Nun begann der gemütliche Teil des Festes: Die 450 Gäste erhielten ein herrlich zubereitetes Festessen. Für mich war es unbegreiflich, wie zwei Personen nur mit Feuerstellen für so viele Menschen ein so leckeres Mahl zaubern konnten! Über eine Stunde dauerte es, bis die Schlange der hungrigen Gäste langsam kleiner wurde. Am Ende hatte auch der letzte Besucher einen vollen Teller und nicht eine einzige Portion blieb übrig! Es war schön diese große fröhliche Menschenmenge zu betrachten, die auf dem ganzen Schulgelände verteilt im Grass saß und das Festmahl genoss. In der Gegend war gerade eine schwere Dürre. Die letzen zwei Regenzeiten waren ausgefallen und die Bauern hatten bereits dreimal vergeblich gesät. Weihnachten stand vor der Tür und die meisten Menschen hatten dieses Jahr nicht einmal genug zu Essen, an Geschenke war gar nicht zu denken. Und so empfanden viele unserer Gäste diesen Tag als ein vorgezogenes Weihnachtsfest - mit einem Weihnachtsessen, wie sie es dieses Jahr wohl sonst nicht bekommen hätten! Nun neigte sich dieser wundervolle Tag zu Ende, die Sonne verzauberte den Himmel, wie man es nur in Afrika erlebt und die Menschenscharen pilgerten fröhlich zurück ins Dorf. |
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